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Dienstag, 24. April 2012

Aus für das Wiener Karussell !

Nachdem nun in den letzten Tagen erste Meldungen davon berichtet haben, dass die mutmaßlichen Drahtzieher des Wiener Karussells verhaftet wurden, hier nun die Tatsachen:

Am Dienstag, den 17.04.2012 wurden in Wien drei der mutmaßlichen Haupttäter in der Causa rund um das sogenannte "Wiener Karussell" verhaftet.

Die Verhaftungen fanden unter anderem wegen der Feststellungen des Gutachters statt, welcher in den Ermittlungen anhand der vorliegenden Beweismaterialien den Nachweis erbringen konnte, dass die vorgeblich erbrachte Leistung der Gewinnspieleintragungen offenbar nicht erbracht worden war.

Über folgende Personen wurde daher die Untersuchungshaft verhängt:

Robert Franz M.
Mag. Stephan Wolfgang K.
Dr. iur. Gerald A.-E.

Der Vorwurf beinhaltet bislang den gewerbsmäßigen Betrug und der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien spricht in der Beschreibung des Umfanges der Schadenssumme und der Opferzahl sehr kryptisch davon, dass selbst bei einem Schaden von nur einem Euro pro Opfer der Gesamtschaden wohl die Millionengrenze überschreitet.
Und damit übertreibt er beileibe nicht: Immerhin gilt der Wiener Clan als "Erfinder" dieser Geschäftsmasche und hat wohl mehr Geschädigte hinterlassen, als bisher vorstellbar war. Eine Opferzahl von mehr als einer Million Betroffener ist da durchaus vorstellbar - und wenn es der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt, auch realistisch.

Tatsache ist, dass mit der Verhaftung der drei mutmaßlichen Haupttäter das Wiener Karussell zerschlagen ist und das diese Verhaftungen wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die zur Zeit laufenden Verfahren, welche in Zusammenhang mit den Vorwürfen rund um die Luck24 zu tun haben, haben werden.
Zumindest dann, wenn in der nun folgenden Phase der letztendlichen Einvernahmen die entscheidenden Aussagen der Beschuldigten getätigt werden.

Man darf hier nicht vergessen: nun beginnt erst die eigentliche Untersuchung!

Endet damit die Abzocke am Telefon?

Nein, natürlich nicht: viele Trittbrettfahrer entstehen nahezu tagtäglich und versuchen das "Geschäftsmodell" des Wiener Clans nachzubauen.

Allerdings sind die Ermittlungsbehörden im deutschsprachigen Raum auf diese Art der Abzocke sensibilisiert worden und erkennen bereits sehr früh diese Tatmuster und haben nun durch die Erfahrungen der letzten Jahre auch einen anderen, viel schnelleren Zugang zu Ermittlungsansätzen.

Fakt ist, dass etwas derart pervers Großes in der Telefonabzocke mit Gewinnspieleintragungen nicht mehr entstehen kann. Auch für die Gauner der Internetabzocke mit Abofallen ist die Zeit abgelaufen .....

An dieser Stelle dürfen wir ein großes Kompliment an die hervorragende Ermittlungsarbeit richten:
Ein Schnellschuss - quasi aus der Hüfte auf Zuruf einzelner Blogbetreiber - wäre völlig falsch gewesen. Hier wurde in akribischer Schwerarbeit jedes einzelne Detail, jede Information auf Herz und Nieren geprüft und jedem Hinweis mit unglaublicher Geduld nachgegangen.
Man hat sich weder beeinflussen, noch drängen lassen - von keiner Seite. Und da gab es einige Versuche, wie uns vorliegt ...
Was von vielen als "langsames Getue" bemängelt wurde, war in Wahrheit ein immenser Aufwand an Recherchen, die sich um die ganze Welt erstreckt haben und schließlich zur Verhaftung geführt haben.

Dazu muss auch gesagt werden, dass es ohne der Unterstützung der österreichischen Partei FPÖ und deren Obmannes es gar nicht möglich gewesen wäre, hier derart effizient zu arbeiten. Das war auch die einzige politische Partei, die sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt und gehandelt und nicht nur Phrasen gedroschen hat.

Bevor jetzt wieder die nächsten Mutmaßungen und Spekulationen über die Strafhöhe entstehen, sei hier angemerkt, dass es noch ein weiter Weg bis zum Prozess ist und man sich in der nötigen Geduld üben muss:
Am Ende wird Recht über Unrecht obsiegen und die Verantwortlichen entsprechend deren Schuldausmaß betraft werden.

Zuletzt sei noch gesagt, dass es die Rückgewinnungshilfe in Österreich nicht in dem Ausmaß und nicht in der Art gibt, wie sie in Deutschland bekannt praktiziert wird.

Für nähere Informationen ersuchen wir Geschädigte daher, sich mit dem Verein VPT aus Wien unter der kostenlosen Hotline 0800 810 833 (aus ganz Österreich) oder per mail unter: sos@verein-vpt.at Kontakt aufzunehmen.

GA

Samstag, 2. Oktober 2010

Ein weiterer Schlag gegen die mutmaßlichen Betrüger...

Liebe Blogleser, die lange Pause seit dem letzten Beitrag ist durch intensive Recherchen entstanden.
Ein Ergebnis davon können Sie hier nachlesen:

"Telefonbande: Grazer auf Mallorca verhaftet

Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ist ein gebürtiger Grazer verhaftet worden, der gemeinsam mit vier Komplizen durch dubiose Telefongeschäfte mehr als sieben Mio. Euro ergaunert haben soll.


Internationaler Haftbefehl


Der 54 Jahre alte gebürtige Grazer lebt laut Bundeskriminalamt seit Jahren auf Mallorca - Gegen ihn bestand ein internationaler Haftbefehl. Jetzt wurde er in Palma de Mallorca verhaftet.


Mit dubiosen Gewinnversprechen sollen der Grazer und vier weitere Personen 7,5 Mio. Euro ergaunert haben. Länderübergreifende Razzia


Er und vier weitere Personen aus Deutschland werden verdächtigt, Anrufer mit dubiosen Gewinnversprechen geködert und ihnen mit Mehrwertnummern und teuren Gesprächseinheiten 7,5 Millionen Euro abgeknöpft zu haben.


Die Bande flog nun bei einer länderübergreifenden Razzia auf: Fahnder führten in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Spanien und Österreich 33 Hausdurchsuchungen durch. Laut Staatsanwaltschaft Mannheim in Deutschland wurden vier der fünf Verdächtigten auf Mallorca festgenommen, darunter auch der Grazer.


Anzahl der Geschädigten noch unklar


Die vier Männer und eine Frau sollen ihren Opfern schriftlich oder telefonisch satte Gewinne in Aussicht gestellt haben. Um an das Geld heranzukommen, sollten sie eine Mehrwertnummer mit einem Gesprächspreis von drei Euro pro Minute wählen.


War der Kontakt hergestellt, setzten die Abzocker auf Zeit und verwickelten die Anrufer in minutenlange Gespräche, um so möglichst hohe Gebühren zu erzielen - die versprochenen Gewinne gab es freilich nie. Mit dem ergaunerten Geld sollen die Fünf laut Polizei in Saus und Braus gelebt haben. Wie viele Geschädigte es gibt, steht noch nicht fest."

Quelle: ORF

Jetzt fehlt nur noch der Herr Seyfarth, dem jetzt schön langsam die Schlafplätze ausgehen dürften (nachdem nun auch die eine der andere Yacht in Mallorca ausfällt).

Wir bleiben dran.

Das sollte auch den mittlerweile zahlreichen Nachahmern ein Warnzeichen sein:
Diese Art der Geschäftemacherei hat ein Ende.

Und es gibt keinen Schutz vor der Strafe - die ganz sicherlich folgt. Tagtäglich gibt es weitere Erfolge, weitere Festnahmen und Beschlagnahmen. Die mutmaßlichen Täter haben es dann mehr als nur schwer, glaubhaft zu machen, dass man von den illegalen Machenschaften nichts gewusst hat.

Selbst im Ausland ist man nicht sicher.

Deshalb ein Aufruf:

Stellen Sie sich den Behörden, legen Sie ein umfassendes Geständnis ab. Dies wird als hauptsächlicher Milderungsgrund gewertet.
Jede Polizeidienststelle nimmt Ihre Aussage entgegen.
Und: wer zuerst kommt, malt zuerst!

GA

Montag, 9. August 2010

Täter versus Exekutive

Liebe Blogleser, Interessierte und Geschädigte der Nutzlosbranche,

immer wieder erhalten wir massive Beschwerden darüber, dass offenbar nicht, oder nur sehr schleppend ermittelt wird.
Diese Vorwürfe betreffen sowohl die Vorgänge in Deutschland, als auch in Österreich.

Wir antworten in diesen Fällen mit dem Verweis an die jeweilige Ermittlungsbehörde und dem Hinweis auf laufende Ermittlungen, geben die Aktenzahl dazu bekannt und versuchen darzustellen, wie sich so eine Ermittlungsarbeit gestaltet.

Nun vermehren sich die Beschwerden seit einigen Wochen und deshalb möchten wir Ihnen allen kurz zusammengefasst und leicht verständlich erklären, worin die Schwierigkeit liegt, solche Ermittlungen zu führen.

Als Erstes muss erkannt werden, dass man sich in einem Bereich der Wirtschaftskriminalität bewegt, der vielerorts noch vollkommen neu ist: organisiert und strukturiert, mit eindeutigen Aufgabenstellungen und Zuordnungen. Versteckt unter den Mänteln von Unternehmen, die im Ausland sitzen und beschützt durch hoch engagierte Mitarbeiter, die schweres Geld dafür bekommen, um Spuren zu verwischen, Daten zu manipulieren und Zusammenhänge zu verschleiern. Und das alles in einem hochtechnisierten Bereich, wo die Spezialisten dafür rar und tatsächlich nur in der Privatwirtschaft zu finden sind.

Die Täter besitzen dazu massig Geld, das schnell und ohne vorherigen Genehmigungsablauf eingesetzt werden kann. Dazu kommen noch sehr gute Spezialisten, die für genau dieses Geld angeheuert sind und entsprechend ihren Fähigkeiten rasch und ohne Rücksicht auf etwaige Dienstvorschriften und Gesetze handeln.

Jeder der Täter an der Spitze des Kartells verfügt über ein hervorragendes Netzwerk an Kontakten. Sowohl in die Wirtschaft, als auch in der Politik, zu den Medien und teilweise auch zu den einzelnen Gerichten.

Diese Kontakte wussten bis vor kurzem oftmals noch gar nicht, mit wem man sich da eingelassen hatte und für wen man da eine Lanze gebrochen, oder fürgesprochen hatte.
Und was man nicht vergessen darf: viele dieser Kontakte beziehen aus der Geschäftsbeziehung zu den Tätern ein nicht unwesentliches Einkommen.

Nun haben wir auf der anderen Seite die Exekutivorgane, die allesamt weder das Finanzkapital zur Verfügung haben, um sich beispielsweise der besten Spezialisten auf dem Bereich IT zu bedienen – abgesehen davon, dass die Gesetzeslage eine freie Wahl dabei oftmals gar nicht zulässt – oder so mal kurz eine Reise ins ferne Ausland zu machen, um dort vor Ort eine Nachschau zu halten, noch haben die Behörden die Möglichkeit bestehende Gesetze, Vorschriften, oder Dienstanweisungen zu umgehen, oder gar zu brechen.
Abgesehen davon ist es für die Gesetzesvertreter gar nicht möglich – auch wenn sie es wissen, wo sie suchen müssten – auf ausländischem Territorium zum Beispiel eine Einvernahme, oder gar eine Hausdurchsuchung zu machen. Dazu muss die Behörde vor Ort herangezogen werden. Was wieder bedeutet, dass auf dem offiziellen Dienstweg über Wochen hinweg Anfragen und Rechtshilfeersuchen gestellt werden müssen.

In sehr vielen Fällen scheitert die Zusammenarbeit dann daran, dass die angefragte Behörde im Ausland oft aus Personalmangel nicht in der Lage ist, dem Ersuchen umgehend nachzukommen.

Und natürlich darf man eine ganz brutale Wahrheit nicht vergessen:

Während auf Seiten der Täter die hochbezahltesten Anwälte, die schlauesten Techniker und Buchhalter tätig sind, die ohne Reisehindernisse international tätig sind, haben wir auf der anderen Seite Menschen, die zwar engagiert sind, aber in der Ausbildung oft hinterher hinken.
Was kein Wunder ist, denn ein Polizist ist für mehr ausgebildet, als nur einem Betrüger hinterherzujagen, oder Kontobewegungen zu interpretieren.
Im Anlassfall, also wenn so ein Fall wie dieser jetzt aktenkundig wird, müssen sich die Polizisten und Staatsanwälte und Richter erst mit der Materie bekannt machen und dazulernen.

Es ist für die ermittelnden Behörden schlicht nicht möglich, den nächstbesten Spezialisten anzurufen und eben mal für eine Expertise zu ordern. Das muss alles in „Heimarbeit“ selbst erledigt und aufgearbeitet werden – und das benötigt Zeit.

Natürlich ist das unbefriedigend und ärgerlich. Natürlich wünscht man sich in solchen Situationen, dass die Exekutive mehr Rechte und Möglichkeiten hätte, aber: die Gesetzeslage ist eben so.

Die Täter sind da in sehr vielen Belangen naturgemäß überlegen ausgestattet, haben mehr Geld zur Verfügung, müssen nicht darum Ansuchen, wenn Sie eben mal mit einem „Kollegen“ aus dem Ausland sprechen wollen und die Täter müssen auch nichts nachprüfen und beweisen können. Denen genügt ein Hinweis, ein Verdacht, eine Idee, um zu handeln.

Die Exekutive hingegen hat es da sehr schwer: Regulativen, Einschränkungen, Vorschriften und vor allem:

Die Exekutivorgane müssen für jeden Vorwurf, der später vor Gericht auch stand halten soll, den Beweis erbringen.

Und genau hier haben die Behörden ein massives Hindernis zu überwinden:

Sie sind auf die Mitarbeit der Geschädigten angewiesen. Ohne Geschädigte gibt es keine Strafverfolgung – ohne die Aussage und Anzeige von Geschädigten gibt es keine Möglichkeit, die Täter aufzuhalten.

Und wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Geschädigte dazu zu bewegen, ihren Fall der nächsten Wache anzuzeigen.

Viele scheuen den Weg zur Polizei oder Staatsanwaltschaft. Aus Bequemlichkeit, oder einfach nur aus Angst vor dem Unbekanntem. Da nehmen die Menschen lieber in Kauf, noch mehr Geld zu verlieren und die Täter noch länger mit Finanzen zu versorgen.

Es genügt nicht, sich darüber aufzuregen und zu schimpfen, wie schlecht die Täter sind, oder dass nun endlich etwas gemacht gehört.
Tatsächlich ist es sehr oft so, dass diejenigen, die am lautesten Schimpfen sich nicht getrauen zur Polizei zu gehen und die Tat anzuzeigen.

Deshalb rufen wir immer wieder auf, uns Fragen, Beschwerden, oder auch Angaben zu Straftaten zu senden. Wir helfen den Geschädigten dann auch dabei, die Angst vor der Polizei abzulegen, gehen mit ihnen gemeinsam an der Hand zur nächsten Wache, helfen auch dabei, wenn sie einen Anwalt dabei haben möchten und erklären genau, was nun passiert.

Wenn Sie alle also tatsächlich möchten, dass die Täter verfolgt und bestraft werden, ist es Ihre Pflicht, sich mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls die an Ihnen vollzogene Tat zur Anzeige zu bringen.

Wichtig für Sie ist dabei folgendes:
Strafanzeige sollte gestellt werden, wenn man vermutet, dass eine Straftat begangen wurde. Ob eine Straftat begangen wurde, wird dann von der Justiz geprüft.

Wichtig ist auch: als Anzeiger muss man nicht beweisen, dass eine Straftat begangen wurde
. Dies obliegt dann der Strafverfolgungsbehörde.

Dies bedeutet aber nicht, dass man einfach aus Lust und Laune heraus eine Strafanzeige stellen kann. Missbraucht man dieses Instrument und es wird nachgewiesen, dass man von der Unschuld des Verdächtigten hätte wissen müssen, kann man selbst Ziel einer Strafverfolgung werden: wegen "falscher Verdächtigung" bzw. "Verleumdung".
In diesem Falle bedeutet das: machen Sie keine Strafanzeige, wenn sie wissen, oder wissen hätten müssen, dass das Geld von Ihrem Konto zu recht abgebucht wurde. Also eine Strafanzeige gegen den Stromanbieter, weil er Geld per Lastschriftverfahren einzieht ist unsinnig. Eine Strafanzeige gegen die Täter, die ohne Ihres Wissens über dubiose Fremdfirmen Ihr Konto plündern ist dagegen sehr richtig und wichtig.

Bedenken Sie folgendes:
Wenn man auf eine Anzeige verzichtet, erfährt die Justiz nichts von der Straftat und kann beim besten Willen niemanden verfolgen. Würden mehr Personen, die z.B. eine unberechtigte Abbuchung von seinem Konto erhalten haben, Anzeige erstatten, dann könnten sich die Firmen, die dies tun, nicht mehr mit einem Versehen herausreden. Zudem würde der Gesetzgeber schneller reagieren, wenn die Kosten der Strafverfolgung wegen der Zunahme von Strafanzeigen höher werden. Im Falle von unberechtigten Abbuchungen wäre da z.B. auch eine erhöhte Verantwortlichkeit der Banken, die eine Abbuchung aufgrund eines Auftrags dieser Firmen tätigen, ohne dass sie sich von der Rechtmäßigkeit vergewissern, angezeigt. Hier würde eine Änderung der AGB, dass für Lastschriften die schriftliche Lastschriftgenehmigung des Kontoinhabers eingereicht werden muss, Sinn machen. Dies ist auch der Grund, warum einige Betroffene in ihren Anzeigen die kontoführende Bank mit benennen, wenn es um ungerechtfertigte Abbuchungen geht. In der Begründung der Anzeige erklären sie dann, dass die Bank es vermutlich an der nötigen Sorgfaltspflicht hat mangeln lassen. Anders könne man sich diese ungerechtfertigte Abbuchung nicht erklären.

Also, es wird ermittelt. In Deutschland, wie auch in Österreich. Aber es dauert seine Zeit, die wir den Ermittlern auch einräumen müssen.

Alleine die Recherchen, die zu den Grundlagen dieses Blogs beigetragen haben (und es ist erst ein Bruchteil davon veröffentlicht, was tatsächlich vorhanden ist, auf Rücksicht auf die Ermittlungsbehörden) haben nahezu zwei Jahre in Anspruch genommen.
Und wir haben kein Dienstvorschriften, oder Amtswege, die eingehalten werden müssen.

Die Täterwerden nicht ungestraft bleiben.

Sie, als Geschädigte, oder sogar als Insider/in, die/der aussteigen möchte, haben es in der Hand, die Dinge zu beschleunigen.

Melden Sie sich zahlreich und ohne Furcht vor Repressalien.



Montag, 26. Juli 2010

Ein weiterer Schlag gegen das Wiener Karussell

Im Rahmen ihrer Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft zu einem weiteren Schlag gegen die Lotto- und Gewinnspielmafia des Wiener Karussells ausgeholt. Bei der Durchsuchung eines Bankhauses wurden Kontounterlagen sichergestellt. Die im folgenden Bericht erwähnten Firmen TFH AG und S & S Service & Solution sowie deren Geschäftsführer Markus Waldvogel, Thorsten Seyfarth (TFH AG) und Daniela Ptak (S & S Service & Solution) sind zweifelsfrei Teil des Betrugskartell aus Wien.

Aus dem Bericht von "Westfalen-Blatt":

Die Erfolgsmeldungen über beträchtliche Gewinne beim Bankverein werden von neuen Entwicklungen überschattet: Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Hauptstelle in Werther durchsucht und Kontounterlagen im Zusammenhang mit unerlaubten Lastschrifteinzügen sichergestellt.

Durch »Abzocke« bei telefonischen Glücksspielen soll nach Angaben des Bielefelder Oberstaatsanwaltes Heinrich Rempe ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden sein. ...

Bei dem mutmaßlichen Drahtzieher handelt es sich nach Erkenntnissen der Ermittler um die in der Schweiz ansässige Firma TFH, gegen die wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt wird. Auch die Paderborner Firma S & S Service & Solution ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Mitarbeiter in einem von S & S betriebenen Callcenter sollen zahlreiche Personen angerufen und ihnen gesagt haben, sie hätten bei einem kostenlosen Glücksspiel gewonnen.

Sobald der Angerufene sich zur Nennung seiner Kontodaten verleiten ließ, habe TFH eigenmächtig Lastschriftabbuchungen veranlasst, heißt es. Die Abbuchungen sollen über drei Finanzdienstleister abgewickelt worden sein, deren Geschäftsräume in München, Berlin und Frankfurt ebenso wie der Bankverein durchsucht wurden. Auch gegen diese drei Unternehmen wurden laut Heinrich Rempe Ermittlungsverfahren eingeleitet. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Westfalen-Blatt

Bei dem einen der im Bericht erwähnten Finanzdienstleister handelt es sich um die afendis payment solutions AG aus München:


Amtsgericht München Aktenzeichen: HRB 141215: Bekannt gemacht am: 26.11.2008 12:00 Uhr

In ( ).
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr:

Veränderungen
24.11.2008

afendis AG, München, Marsstr. 26, 80335 München.Die Hauptversammlung vom 17.11.2008 hat die Änderung des § 1 (Firma) der Satzung beschlossen. Neue Firma: afendis payment solutions AG. Geschäftsanschrift: Marsstr. 26, 80335 München. Ausgeschieden: Vorstand: Bahlke, Steve, Inning am Ammersee, *24.07.1977.

Quelle: handelsregister.de

Davor war es noch für kurze Zeit die Firma concept payment AG mit Sitz in Niederkassel. Tatsächlich waren die da aber niemals. Geändert hat sich nach der "Rückkehr" nach München nur, dass einer der Gabrielidis Brüder ausgeschieden ist.....


Bereits im April hatte die Staatsanwaltschaft Bielefeld im Zuge einer Rückgewinnungshilfe zugunsten von Geschädigten in einer Veröffentlichung bekanntgegeben:

Forderungen der afendis payment solutions AG, Marsstraße 26, 80335 München, gegen den Bankverein Werther (Westfalen) aus dem Konto 260 133 710 auf Grund des Arrestes des AG Bielefeld vom 15.01.2010 (9 Gs 239/10): Guthaben am 31.03.2010: 167.140,71 €
Die afendis payment solutions AG war Zahlungsabwicklerin der TFH AG, der das Kontoguthaben daher wirtschaftlich zuzuordnen ist.

Tja und nun hat es auch den Bankverein Werther erwischt. Mit dem Vorstand aus Österreich....

Nachtrag zur Megalon:

Aufgrund der Informationsflut eines sehr umfangreichen Interviews am Montag, 08.02.2010 in Hamburg, wo noch immer viele Hinweise zur möglichen Kooperation mit der LUCK24 geklärt werden müssen, wird sich der Beitrag über die Megalon-Gruppe etwas nach hinten verschieben.

Samstag, 24. Juli 2010

Staatsanwaltschaft sucht erneut Opfer von Gewinnspieleintragsdiensten

Innerhalb weniger Tage wurde nun von der Staatsanwaltschaft Essen eine weitere Sicherungsmaßnahme bekannt gegeben. Im Zuge der Ermittlungen wurden Gelder von weiteren Firmen gepfändet. Auch in diesem Fall werden die Opfer der Firmen Atlas Call GmbH und Global Invest Group Ltd. gebeten, sich für eine mögliche Gewinnrückführung mit der Staatsanwaltschaft Essen in Verbindung zu setzen.


Staatsanwaltschaft Essen
71 Js 11/10
Bei der Staatsanwaltschaft Essen wird gegenwärtig unter dem Aktenzeichen 71 Js 11/10 ein Verfahren gegen die Verantwortlichen der Firmen Atlas Call GmbH und Global Invest Group Ltd. wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges geführt.
Hiervon berührt sind insbesondere die durch die o.g. Firmen vertriebenen Gewinnspieleintragsdienste mit den Bezeichnungen „Win-Express“, „Extrawin.tv“ und „Eurowin 24“.
Diesbezüglich wurden hier Gelder in Höhe von insgesamt 693.443,20 Euro gepfändet, bzw. beschlagnahmt.
Mutmaßlich geschädigte Personen, die in den letzten 12 Monaten unberechtigte Abbuchungen von ihren Konten in Zusammenhang mit den o.g. Firmen, bzw. Produkten festgestellt haben, werden gebeten, sich für weitere Informationen mit der Staatsanwaltschaft Essen, Zweigertstraße 56, 45130 Essen in Verbindung zu setzen.

Quelle: Elektronischer Bundesanzeiger Gerichtlicher Teil, 23.07.2010

Mittwoch, 7. Juli 2010

Was gegen die Abzocker wirkt!

In einem sehr guten Beitrag der Akte 20.10 Redaktion (Marc Rosenthal hat wieder einmal tief gegraben) gibt der Verbraucherschutzanwalt Stefan Richter ausgezeichnete Tipps.

Beachten Sie bitte den Hinweis auf das 6 Wochen Märchen, das so gerne von dem Banken benutzt wird!

Diese Regelung gilt in Deutschland UND Österreich!

Das Video:




Viele der Produkte, die zum Beispiel auf der Liste von Frau Cordes stehen, kommen direkt von LUCK24. Die anderen sind Derivate, wo das Adressmaterial von LUCK24 augenscheinlich weitergegeben wurde.

Sind Sie auch ein Opfer geworden?

Schreiben Sie uns dazu unter

Dienstag, 6. Juli 2010

Eine notwendige Richtungskorrektur ! Geschädigte für TV Sendung gesucht!

So sehr wir es auch begrüßen, dass sich in Österreich nun scheinbar alle Parteien für das Thema "Gewinnspielbetrug" interessieren, müssen wir fogendes klarstellen:

Wir haben keinerlei Interesse daran für irgendeine Fraktion Werbung zu machen.

Es ist ganz einfach so: Hilfe wird benötigt - und zwar in sehr großem Ausmaß.

Woher die jetzt kommt ist sekundär - da zählt die Farbe des Parteibuches nicht, wenn dafür die Inhalte stimmen.

Was wir dennoch schon tun, ist Lügen und Unwahrheiten aufzudecken, wenn sie propagiert werden. Weil das zu neuen Unsicherheiten bei den Opfern führen würde, wenn man nicht sofort und mit Nachdruck reagiert. Siehe die angebliche Hotline für Opfer von Gewinnspielabzockereien, die so nicht existiert. Das ist eine glatte Unwahrheit, die noch dazu von höchst offizieller Seite verbeitet wurde.

Wir lassen uns auch nicht vorschreiben, in welche Richtung unsere Ermittlungen gehen, oder wen wir für geeignet halten, Hilfestellung zu geben.

Es ist uns auch schlicht egal, ob daraus politisches Kapital geschlagen wird, oder nicht. Weil es hier NUR um die Opfer und deren Schicksal geht.

Und hier gibt es etwas zu kritisieren und zu hinterfragen.
Seit Gestern überschlagen sich die Presseaussendungen in Österreich. Nahezu jede Fraktion hat nun eine besonders gute Idee und hat schon immer etwas "dagegen" getan.
Hinterfragen darf man das allerdings nicht.
Tatsächlich wurde seitens der Konsumentensprecherin heute eine Verlautbarung ausgesendet, in der von einem besonderen "Rücktrittsrecht" die Rede ist.
Die geforderte Nichtigskeitsregelung bei Telefonverträgen scheint "rechtlich nicht geeignet" und "überschießend" (da hat man schnell ein neues Wort erfunden), weil es der Wirtschaft eine übermäßige Belastung aufbürdet.

Ja, wie zynisch kann man denn noch sein?

Es wird ja bereits jetzt so gehandhabt, dass renomierte Unternehmen zwar am Telefon deren Produkte bewerben, aber dann ein Vertragsformular zur Unterzeichnung zusenden - worin dann auch die eindeutige Zustimmung zu Abbuchungen im Lastschriftverkehr unterzeichnet werden muss.
Das ist keine übermäßige Belastung - das ist bei ehrlichen Firmen STANDARD Frau Konsumentensprecherin!

Tatsächlich bereiten Sie hier die Legalisierung der bisherigen Keilerei vor - zum Wohle der "übermäßig belasteten" Wrtschaft.

Wenn man jetzt einige Zeit zurückblickt - nur ein paar Wochen, dann hat die selbe Konsumentensprecherin vehement gefordert, dass telefonisch abgeschlossene Verträge ohne im Nachhinein schriftlich verifiziert worden zu sein, nichtig sein sollten.

Jawohl! Das wollen wir hören!

Nun aber hat eine 180 Grad Drehung stattgefunden. Warum? Wollen Sie damit im Nachhinein die Betrugsmasche der LUCK24 und aller Trittbrettfahrer legalisieren, damit dem "Freund" ihres Regierungspartners nichts passiert?

Interessanterweise hat diesmal eben jener Regierungspartner scharf reagiert und die Opposition den Braten gerochen.

Hier die links zu den Presseaussendungen, damit man sich selbst ein Bild aus der "Bananenrepublik" machen kann:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100706_OTS0157/tamandl-justizministerin-verstaerkt-kampf-gegen-telefonkeiler

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100706_OTS0187/jarolim-zu-nichtigkeit-von-unerwuenschten-vertraegen-was-ist-los-mit-unserer-frau-tamandl

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100706_OTS0179/fpoe-strache-zur-verhinderung-von-telefonbetrug-keine-abbuchungen-mehr-ohne-schriftlichen-auftrag

Und das wird auch unser letzter Beitrag zu den politischen Verhältnissen in Österreich sein.

Wir werden das zwar weiter verfolgen, aber wichtig sind die Opfer und da wird es in den nächsten zwei Wochen eine Sendung im ORF dazu geben.

Wir suchen dafür noch Geschädigte, die bereit sind, mit uns gemeinsam den Weg zu den Banken anzutreten und ihr Recht einzufordern.
Das unter Begleitung sehr engagierter Redaktuere.

Bitte melden Sie sich unter

Montag, 5. Juli 2010

Regierung in Österreich bewegt sich nun doch - oder sind das wieder nur Lippenbekenntnisse?

Nachdem wir aufdecken konnten, dass die Aussagen des österreichischen Konsumentenschutzministers Hundstorfer (SPÖ) weit an der Realität vorbeigehen und die angebliche Hotline und Beschwerdestelle im Konsumentenschutzministerium für Opfer von Gewinnspielbetrügereien sich als schlichtweg nicht existent herausgestellt hat, wurde der Druck augenscheinlich derart gross auf die Regierungspartei (SPÖ), dass nun sowohl im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ORF) im Teletext, als auch über die APA (Austrian Presse Agentur) einige Meldungen dazu veröffentlicht wurden.

Hier der Screenshot der Teletextmeldung vom 05.04.2010 - 20:00 Uhr:


Und hier der Text der Presseaussendung als Zitat:


Jarolim/Peschek: Kampf der Internetabzocke und dem Telefonbetrug

Utl.: SPÖ-Justizsprecher und Wiener SPÖ-Jugendkandidat starten Infokampagne und fordern klare gesetzliche Regelungen =


Wien (OTS/SK) - Für einen "rechtlichen Schutzschirm für
Konsumentinnen und Konsumenten" sprachen sich am Montag
SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim und SPÖ-Wien Jugendkandidat und
Lehrlingssprecher Christoph Peschek bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz zum Thema "Schluss mit der Internet-Abzocke und Kampf
dem Telefonbetrug" aus. "Dieser Art und Weise Geschäfte zu machen
muss die Basis entzogen werden", fordert Jarolim die bisher untätige
ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner auf für "klare gesetzliche
Regelungen" zu sorgen. Auch von der zuständigen Staatssekretärin
Marek sei zu diesem Thema, das vor allem auch Jugendliche betrifft,
noch nichts zu hören gewesen. Peschek dazu: "Wir stehen klar auf der
Seite der Betroffenen und werden die zuständige Ministerin aus ihrem
Sommerschlaf wachrütteln." ****
Für den SPÖ-Justizsprecher steht fest, dass es gesetzliche Regelungen
braucht, die dem derzeitigen EU-Standard entsprechen. "Über den von
der Justizministerin versandten Gesetzesentwurf schütteln Experten
nur den Kopf", so Jarolim. Seine zentralen Forderungen: Absolute
Nichtigkeit von Verträgen, welche bei aufdringlichen und vom
Konsumenten nicht gewünschten "Werbeanrufen" ("Cold Calling")
zustande kommen und Schutz vor unterjubelten Online-Verträgen durch
unbegrenztes Rücktrittsrecht nach deutschem Vorbild.
Neben diesen Forderungen nach gesetzlichen Regelungen werden Jarolim
und Peschek eine Bewusstseins- und Informationskampagne unter dem
Titel "Kampf der Internetabzocke und dem Telefonbetrug" starten.
Dabei sollen einerseits Konsumenten vorab über die Gefahren und
Tücken von Telefonbetrug und zwielichtigen Internet-Angeboten
informiert werden, andererseits sollen bereits Betroffene über ihre
Rechte aufgeklärt und mit zuständigen Stellen wie dem
Internet-Ombudsmann und der Arbeiterkammer in Verbindung gebracht
werden. "Real sind diese Angebote Kosten- und Schuldenfallen. Hier
braucht es vor allem Aufklärung und klare gesetzliche Regelungen. Der
derzeitige Zustand ist unerträglich und eine Frechheit", so Peschek. 
Service: Weitere Informationen finden Sie in der Presseunterlage
unter www.spoe.at (Schluss) sa 
Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, 
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
Zitat Ende

Wir werten diese Aussagen anhand der Personen, die sie getätigt haben allerdings als zwar inhaltlich sehr löblich, aber weder der Justizsprecher der SPÖ, noch der SPÖ Jugendkandidat und Lehrlingssprecher haben das politische Gewicht, um die Regierung tatsächlich zum Handeln zu bewegen.

Was bleibt ist daher der ungute Beigeschmack einer sehr schnellen und unüberlegten Reaktion und des Versuches, sich halbherzig von den Seilschaften des Walter Amon zu distanzieren, der ja nachweislich von eben jener Partei, die nun in Österreich regiert, so hoch geehrt wurde und deren Bundesparteivorstände zu den Busenfreunden des Walter Amon zählen.

Wir dürfen hier nicht vergessen, dass einer der Wegbegleiter und Freunde des Walter Amon der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs ist (Pensionist ist gleichbedeutend mit Renter), also der Hauptopfergruppe des Wiener Kartells. Und dieser hat sich bis heute nicht distanziert, obwohl es nachweislich (schriftlich dokumentiert und angezeigt) die Kontaktvermittlung von Walter Amon zu diesem Präsidenten zum Zwecke der "Generierung von Kundenpotential", mit dem Hinweis auf deren lange Freundschaft gibt.

Dabei wäre das sehr einfach: eine Presseaussendung mit einer endgültigen Stellungnahme und Sachbeweisen untermauert würde reichen.

Also lassen wir die Kirche im Dorf, und sehen diese angeblichen Willenserklärungen der mittleren Parteihierarchie als das an was es ist: der Rettungsversuch sich und Spitzenpolitiker aus dem Schussfeld zu bringen, ohne jetzt tatsächlich etwas zu bewegen. Denn eines ist uns bei den Nachforschungen zu den Aussagen des Konsumentenschutzministers ebenfalls deutlich geworden: einen Initiativantrag, wie von ihm beschrieben hat es bis heute nicht gegeben.

Aber vielleicht ja dann Morgen.......

Einstweilen tun wir das was wir können: wir helfen den Opfern direkt, ohne Bürokratie. Helfen Sie mit und fragen Sie Ihre Eltern, Großeltern, Nachbarn und Bekannten, ob ihnen ebenfalls ungerechtfertigt Gelder von diesen Tätern abgebucht worden sind und die Banken sich nun sträuben rückzubuchen. Mailen Sie uns Ihre Beschwerden!

Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu:

Sonntag, 4. Juli 2010

Droht in Österreich der Strafanzeige gegen die LUCK24 ähnliches wie in Deutschland?

Bei unseren Recherchen sind wir bereits im Jahre 2009 auf eine Absonderlichkeit gestossen, die bis heute nicht geklärt werden konnte:

Es lag bereits damals eine sehr umfangreiche Strafanzeige gegen den Herrn Magister Stephan Wolfgang Kleinander (Geschäftsführer und Teilinhaber der Luck24 GmbH) und Frau Melek Gültekin (alias Melissa Hardy, Geschäftsführerin der Epagado Payment GmbH) vor. Und zwar wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Betruges und der Geldwäsche.

Diese Anzeige wurde vom LKA Schleswig Hollstein bearbeitet und auch sehr gut ermittelt. So gut, dass es sogar zu einem Beschluss des Amtsgerichtes Kiel kam, der zur Sicherung von Ansprüchen Verletzter die Beschlagnahme aller gegenwärtiger und künftiger Forderungen der Epagado Payment GmbH in voller Höhe anordnete.

Das war vor rund einem Jahr jetzt. Der gesamte Akt, inklusive der Zeugenaussagen und Begründungen des Gerichts, sowie der Stellungnahmen der ermittelnden LKA Beamten und die Anzeige der Dresdner Bank, liegt uns im Original vor.

Wir werden nun Auszüge aus diesem Akt veröffentlichen und im Anschluss daran erklären, warum wir das tun. Sämtliche Objekte sind anklickbar und werden in einem neuen Fenster geöffnet. Wir haben die Dokumente dahingehend abgeändert, dass wir die Unterschriften der exekutiven Beamten entfernt haben. Diese sind für die Tatsache nicht relevant, können aber bei Bedarf bei uns eingesehen werden (Anfrage an: betrugskartell@gmail.com).

der Beschluss des Amtsgerichtes Kiel vom Juni 2009:

Der Beschluss ist eindeutig und aussagekräftig.

Die Gründe hierzu:

und


Hier werden - bereits vor mehr als einem Jahr und durch Erhebungen ermittelt - die Täter genannt, die nun, ein Jahr später, noch immer dieselbe Masche durchziehen.

Wir haben über ein Jahr nachgefragt, Eingaben eingebracht, Anzeige erstattet und unsere Kontakte eingesetzt und wollten wissen, warum in dieser Sache nichts mehr geschieht.

Die Antwort war vorerst einmal nicht glaubhaft, denn uns wurde von Insidern berichtet, dass man damals einen (damals noch) unbekannten Troubleshooter losgesandt hat, der allgemein nur "der Professor" genannt wird. Und drei Tage, nachdem dieser Besuch stattgefunden hatte, konnte, oder wollte sich niemand mehr an diese sehr umfangreiche Strafanzeige erinnern.

Weitere Nachforschungen haben allerdings ergeben, dass es tatsächlich einen sehr gut vernetzten Anwalt gibt, der auf die Beschreibungen passt und der für heikle Angelegenheiten herangezogen wird. Dieser Anwalt hat sehr gute politische Verbindungen und treibt sowohl in München, als auch in Berlin und Duisburg sein Unwesen.

Sehen wir uns die Anzeige etwas genauer an:


und


Jetzt sehen wir auch, dass die Erklärungsversuche und Lügengebilde der LUCK24 dem Fernsehen gegenüber, sie hätten nichts mit der Epagado zu tun und man kenne sich ja gar nicht, bereits seit über einem Jahr als Lüge bekannt sind.

Auch in Österreich, wo diese Strafanzeige ja bekannt gemacht wurde.

Unsere deutschen Kontaktleute bei dem LKA waren schlicht fassungslos, wie es sein kann, dass diese Anzeige (und die ist tatsächlich sehr umfangreich und umfasst mehrere hundert Seiten!) "untergegangen" ist.

Nun wird dort vor Ort gott sei dank reiner Tisch gemacht, aber:

Was ist da in Österreich los?

Wieso wird da ähnlich "lahm" vorgegangen, wie bei der Anzeige im Jahre 2009 gegen Kleinander und Co, wo schon damals der Riegel hätte vorgeschoben werden können und viele Hunderttausende Opfer gar nicht mehr Opfer geworden wären?

Wieso bekennt der zuständige Staatsanwalt in Wien, dass er einige Wochen nach Übergabe der Akten noch immer nicht in die Materie eingelesen ist? Sind den Offiziellen die Menschen so egal?

Ist da wieder "der Professor" am Werk, oder dreht es sich hier um politische Ränkespiele, weil einer der Hauptverdächtigen, der Herr Walter Amon, das goldene Verdienstkreuz der Stadt Wien überreicht bekommen hat und allseits bekannte Persönlichkeiten, wie den Herrn Blecha (Präsident des SPÖ-Pensionistenverbands - was für ein Zufall: die betroffensten Opfer sind Pensionisten!), der bereits vor Jahren als Innenminister zurücktreten und alle Ämter niederlegen musste und wegen Urkundenunterdrückung und Fälschung von Beweismitteln zu einer auf drei Jahre bedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt wurde, aber noch immer zu den einlussreichsten Menschen in Österreichs Poltik zählt, zu seinen Freunden zählen darf?

Wird die Strafanzeige gegen die Beteiligten in diesem unglaublich riesigen Betrugsnetzwerk etwa auch eingestellt, oder "vergessen"? Wird etwa ein Sündenbock gesucht, der dann schlussendlich die "Schuld" daran trägt, dass nicht ermittelt wird?

Weil es vielleicht "zu unbequem" ist, zugeben zu müssen, dass man die vielen tausenden Beschwerden und Anzeigen "überhört" hat?

Oder hat der Robert Marek (wo mittlerweile auch das US Department of State und die amerikanische Botschaft in Wien Suchanfragen nach "Robert Marek Betrug" aussendet) doch noch so gute Kontakte, dass er den Ermittlungsverlauf beeinflussen kann?

Hier sind die Medien gefragt! Die öffentliche Wahrnehmung muss sensibilisiert werden! Die Menschen auf der Strasse müssen wissen, dass mit ihren Stimmen vielleicht sogar Schindluder betrieben wird.

Je tiefer wir graben, desto schmutziger werden die Ergebnisse.

Und das sind die Gründe, warum wir diese Anzeige gegen Kleinander und Co veröffentlicht haben.

Damit die Menschen sehen, warum es noch immer zu Abbuchungen und Einzügen kommt, die weder gerechtfertigt, noch legal sind. Aber auch, damit die Opfer und vor allem deren Angehörige, Nachbarn und Bekannte sehen und lesen können, dass es wohl auch menschen gibt, die der Sache auf den Grund gehen. Damit die Hoffnung am Leben bleibt, dass so etwas nicht wieder passieren kann.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu:

Freitag, 2. Juli 2010

Opfer gesucht


Sind Sie ein/e Geschädigte/r eines der verdächtigen Gewinnspieleintragungsservices?

Kenn Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, bei dem unrechtmässige Abbuchungen im Zusammenhang mit solchen Unternehmen geschehen sind ?

Befindet sich in Ihrem Verwandtenkreis jemand, der Opfer dieser kriminellen Machenschaften geworden ist ?

Dann melden Sie sich bitte dringend bei :


Wir suchen dringend Geschädigte und auch solche Personen, bei denen es versucht worden ist, Gelder unrechtmäßig einzuziehen, oder wo die Banken mit dem 6, bzw. 8 Wochen Märchen versuchen sich aus der Verantwortung zu ziehen.

Wir werden zusammen mit Mitarbeitern des ORF und dem Rechtsanwalt Horvath versuchen, Ihnen zu Ihrem Recht zu verhelfen.

Bitte melden Sie sich zahlreich! Jeder Einzelne trägt dazu bei, dass die Opfer geschützt werden können und der Gesetzgeber zum Handeln gebracht wird!

Mittwoch, 30. Juni 2010

Werden die Täter in Österreich geschützt ?

Zu dieser Frage kommt man unweigerlich, wenn man etwas tiefer gräbt und die in der letzten Zeit getätigten Aussagen und Mitteilungen überprüft.

Wir haben es zum Beispiel sehr begrüßt, dass nun in Österreich Schwung in die Sache kommt und endlich ein ranghoher Politiker der amtierenden Regierung, nämlich der Konsumentenschutzminister selbst in einem Interview in der Nachrichtensendung Zeit im Bild 2 im österreichischen Rundfunk (ORF)- vergleichbar mit der Tagesschau im ARD - folgende Aussage tätigte:

Zitat Minister Hundstorfer in der Nachrichtensendung Zeit im Bild 2 vom 28.06.2010:
"... wir werden uns bemühen NÄCHSTE Woche einen Initiativantrag im Parlament einzubringen .... wir sind mit dem Justizministerium in Verhandlungen ...... in den nächsten Wochen bereits das Gesetz umgesetzt sein kann ..... dass wir nichts gemacht haben muss ich zurückweisen, gerade wir als Ministerium haben eine Hotline eingerichtet, wir haben für Betroffene Bürger so eine Art Beschwerdestelle eingerichtet, wir haben uns auch bemüht in der Information hier weiterzukommen ....."
Zitat Ende.
Wer das nachsehen möchte findet HIER den Beitrag dazu.

Nun haben wir uns gefreut, dass die Regierung in Österreich also endlich in die Gänge gekommen ist und wollten natürlich sofort die Hotline anrufen, oder zumindest die Hotlinenummer im Ministerium erfragen.
Unsere Rechercherchen - und auch die des ORF brachten allerdings da keine befriedigenden Ergebnisse. Es tauchte nämlich nur die Telefonnummer 0800 206 138 in einem Bericht vom 03.03.2010 auf der Website webheimat.at auf : HIER nachzulesen.
Und jetzt kommt der dicke Hund:

Diese Hotline war nur vom 01.März 2010 bis zum 12.März 2010 für eine Initiative des Konsumentenschutzministeriums aufgeschalten! Und zwar - Zitat: " Im Rahmen des Internationalen Monat zur Betrugsbekämpfung" - Zitat Ende.
Es wird sogar darüber berichtet, dass ein 84-jähriges Opfer in einem Pflegehaeim zu einer Vertragserrichtung überredet wurde - allerdings zu einem Telefonvertreg. Also ganz weit weg vom thema Gewinnspiele.

Dann mussten wir feststellen, dass diese angebliche Hotline tatsächlich nur der Erhebung der Erfahrungen mit Telefonkeilern diente (Originaltext der Aussendung des Ministeriums).

Weitere Recherchen ergaben dann, dass ein Anruf bei dieser Hotline ausserhalb der Dienstzeit der Beamten des Ministeriums wie folgt behandelt wird:
"..... Sie sind mit der Sprachbox des teilnehmers 2527 verbunden. Dieser Teilnehmer nimmt keine Nachrichten entgegen. Danke für Ihren Anruf."

Das wollten wir so nicht ganz glauben und versuchten es heute Vormittag wieder - zur Dienstzeit des Ministeriums für Konsumentenschutzes.

 Nach den ersten Versuchen, wo wieder diese seltsame Sprachbox kam, auf der der Teilnehmer keine Nachrichten entgegen nimmt, kam dann plötzlich die Aufforderung, eine Pin einzugeben, die wir natürlich nicht haben.
Der nächste Anruf allerdings stellte uns dann in die Telefonzentrale des Konsumentenschutzministeriums durch. Wir fragten dort nach der vonm Minister bekanntgegebenen Beschwerdestelle oder Hotline, wenn man einem Gewinnspielbetrugs aufgesessen ist. Kurzes ratloses Schweigen und dann wurden wir zu einr anderen Telefonzentrale weiterverbunden.
Dort haben wir wieder nach der Beschwerdestelle, oder der Hotline gefragt.
Jetzt kommt detr Hammer: " Ja tut uns leid, die haben wir nicht mehr..."

Also haben die Ösis einen Konsumentenschutzminister, der entweder keine Ahnung von seinem Ministerium hat, oder schlicht gelogen hat.

Auch hier sind wir hartnäckig gelieben, es gibt ja seine Aussage, dass ein sogenannter Initiativantrag im österreichischen Parlament zu diesem Thema eingebracht wird.

Tatsächlich weiss dort aber niemand etwas davon.

Jetzt haben wir nachgefragt, zu welcher Partei der Minister den gehört und da waren wir dann doch überrascht: der SPÖ. Wie wir erfahren durften, bedeutet das "Sozialistische Partei Österreichs" - wohl ähnlich der SPD. Und die schreiben sich auf die Fahne für soziale Gerchtigkeit einzustehen.

Da sowohl wir, als auch der ORF bei unseren Anfragen da immer wieder ohne Antwort abziehen müssen, entsteht hier das unangenehme Gefühl, dass man das Thema totschweigen möchte.

Jetzt ergibt sich ein ganz dummes Bild für die Regierenden in Österreich: einer der Haupttäter ist der ehemalige Betriebsrat des ORF, der der SPÖ nahe steht und vom zweitmächtigsten SPÖ Politiker in Österreich das goldene Verdienstkreuz der Stadt Wien verliehen bekommen hat.

Lesen Sie selber: Walter Amon wird geehrt.

Sieht man sich das Datum der Verleihung an und sieht man sich den Zeitraum an, in dem die Gauner den Menschen das Geld abzocken, muss man feststellen, dass bei der Verleihung dieser Würde offenbar keine Recherchen über die Person des Herrn Walter Amon stattgefunden haben können. Denn da hat dieser schon gemeinsame Sache mit dem Kartell gemacht und war schon Vorstand der berüchtigten ROWA Privatstiftung!

Darüberinaus sind sämtliche angeblichen "Möglichkeiten" für Konsumenten, sich Hilfestellung zu holen reiner Zynismus:

Es wird auf einer Website des Ministeriums ein download angeboten, der ein PDF Dokument enthält und es führen zwei links zu Gesetzestexten, die nicht dokumentiert sind.

Das bedeutet, dass man sowohl internetaffin sein muss, als sich auch mit Gesetzestexten auskennen muss, um dann doch keinen Durchblick zu haben.

Und so soll nun ein betagtes Opfer alles ganz alleine finden und bewerkstelligen? Das bedeutet, dass sich die Pensionisten über 65 Jahre und alle sozial schwächer gestellten Menschen in Österreich einen ECDL besorgen müssen, einen PC und einen Internetanschluss ebenso, damit sie dann einen Juristen beauftragen können, der ihnen die Gesetzestexte auf der Website des Ministeriums ausdeutscht ? Ja mein Gott, wie zynisch und antisozial muss man da eigentlich sein.

Also, liebe Ösis: in Eurem Land äuft einiges schief. Und Politik ist offenbar auch bei Euch ein schmutziges Geschäft.

Wir werden an der Sache dran bleiben und nehmen das als Warnung mit nach Deutschland, wo wir ähnliche Problematiken vorfinden.

Jedenfalls ist der Verdacht, dass hier Parteifreunde untereinander sich zu schützen beginnen nicht mehr von der Hand zu weisen.

Deshalb auch der Aufruf an alle Parteien in Deutschland und Österreich: Demokratie geht vom Volk aus, für dessen Vertretung sie gewählt wurden und das sie ernährt. Werden sie sich endlich ihrer Verantwortung bewusst, die weit über das bedeckt Halten einzelner Personen hinausgeht!


Liebe Blogleser, sehen Sie bitte in Ihrem Bekanntenkreis und Verwandtenkreis nach dem Rechten. Lassen wir die Politik links liegen und konzentrieren wir weiterhin darauf, den Opfern zu helfen.

Senden Sie uns dazu auch weierhin unter betrugskartell@gmail.com Ihre Anfragen.

Wir werden auch weiterhin die Behörden am Laufen halten und dahinter sein, dass die Ermittlungen hüben, wie drüben nicht einschlafen.

wird fortgesetzt .......

Dienstag, 29. Juni 2010

Staatsanwaltschaft in Österreich endlich aktiv!

Dank der Unterstützung des österreichischen Rundfunks, des Bundesparteiobmannes der FPÖ, Herrn Strache und des Wiener Landtagsabgeordneten Mag. Wolfgang Jung, sind wir wieder einen Schritt weiter gekommen:

Anlässlich einer neuerlichen Pressekonferenz am 25.06.2010 zum Thema Gewinnspielbetrug haben die beiden Politiker nachhaltig wirkungsvolle Massnahmen gegen diese Abzocke gefordert.
Herr Strache hat unmissverständlich klar gemacht, dass er als Bundesparteiobmann hier mit Nachdruck dafür Sorge tragen wird, dass nicht nur die Ermittlungen nicht "einschlafen", sondern auch die stillen Mittäter, wie zum Beispiel die Banken, künftig keinesfalls mehr nach Lust und Laune Gelder einziehen dürfen. oder Ermittlungen lahm oder gar nicht in Gang kommen, weil da vielleicht die eine oder andere "honorige" Persönlichkeit darin verwickelt zu sein scheint. Schön gesagt. Wir nennen das Kind beim Namen und sin der Meinung, dass dem Herr Walter Amon das goldene Verdienstkreuz der Stadt Wien keinesfall gebührt. Es sei denn, man legt in Wien wert darauf, dass alte und sozial schwächer gestellte Menschen durch die Bank abgezock werden. Weiter so Herr Strache, nur nicht nachgeben und bitte: machen Sie Ihren politischen Gegenspielern klar, dass wir alle von eben diesen Menschen leben, die gerade jetzt - wo Sie das lesen - wieder um eine Menge Euros erleichtert werden!

Das Video dazu:



Und auch Mag. Jung hat neuerlich die Forderungen nach effektiven und sinnvollen Massnahmen zur Prävention mit Nachdruck gestellt. Und das alles, OHNE ein politisches Hick-Hack daraus zu machen! Kompliment Herr Mag. Jung! Österreich kann sich glücklich schätzen, solche Politiker zu haben!

Das Video dazu:




In der Nachrichtensendung Zeit im Bild 2 im ORF vom 28.06.2010, wurde der Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer mit der inakzeptablen Gesetzeslage konfrontiert.

So sollte es auch in Deutschland sein!

Hier das Video dazu:




Nun sind unsere Forderungen dank kräftiger Unterstützung der Medien und der Politik also endlich in einem sogenannten Initiativantrag gemündet, der in den nächsten Wochen bereits eine Gesetzesänderung bewirken soll.

Herr Hundstorfer, machen Sie ja keinen Rückzieher mehr! Wir werden das gespannt verfolgen!

Eine Frage an die deutschen Behörden: in internen Kreisen der StA herrscht immer wieder Erstaunen darüber, dass eine Firma aus Österreich derart gute Kontakte in Deutschland aufbauen konnte.
Hier muss gesagt werden: recherchieren Sie genauer, denn die Luck24 aus Wien hat Ihren Ursprung als "Luck24 Lottotippgemeinschaften GmbH" in 46238 Bottrop, im Blankenfeld 1 ! Danach übersiedelte die Firma nach Dinslaken. Sehen Sie sich einfach die Zulassungen der vielen Fahrzeuge in Deutschland an, die auf diese Firma gemeldet sind / waren.
Und wenn Sie sich nun eine Landkarte hernehmen, werden Sie sehr rasch feststellen, dass beide Orte nur wenige Kilometer von den Zentren der Callcenterniederlassungen entfernt sind. Und wenn Sie Ihre Hausaufgaben ordentlich machen, dann kommen Sie auch sehr schnell auf die Verbindung zu den dort ansässigen Herrschaften.Wer lesen kann ist im Vorteil.
Also lautet unsere Frage: Warum haben Sie diesen Zusammenhang ignoriert? Fällt es Ihnen tatsächlich so schwer, einzugestehen, dass hier jeder Kontrollmechanismus versagt hat?
Und denken Sie bitte auch in Zukunft daran, dass die Tätergruppe immenses Kapital zur Verfügung hat, das die auch einzusetzen wissen. 

Und wieder der Aufruf an alle Opfer und vorallem deren Angehörigen:

Melden Sie sich weiterhin so zahlreich wie bisher!


Hier die Adresse: betrugskartell@gmail.com

Sonntag, 27. Juni 2010

Bürger müssen gewarnt werden

Schon lange weisen wir darauf hin, dass die geltenden Gesetze Betrügern Tür und Tor öffnen und es gänzlich inakzeptabel ist, dass die existierenden Kontrollbehörden den Kopf in den Sand stecken und Ermittlungen im Sand verlaufen. Nun hat sich eine österreichische Partei offenbar dazu entschlossen, diesen Machenschaften den Kampf anzusagen:


Nachdem der Bundesparteiobmann der FPÖ bereits in einer Pressekonferenz dazu Stellung genommen hat, hat nun ein Wiener Landtagsabgeordneter ebenfalls die Courage bewiesen und zieht gegen das Kartell in den Krieg.


Sehr gut! Das brauchen wir: Politiker - egal welcher Zugehörigkeit - die Präsenz und Stimme haben und diese auch erheben!


Interessant ist auch, dass sogenannte parlamentarische Anfragen gestellt werden zu dem Thema, warum solange weggesehen wurde, warum es offenbar von oben herab Druck gibt, der die Ermittlungen lahmt, usw..


Hier die Aussendung der APA (Austria Presseagentur) zu dem Thema:


FPÖ-Jung: Abzocke bei Telefonbetrügereien geht ungehindert weiter

Utl.: Stockende Ermittlungen/ Bürger müssen gewarnt werden - AK und Konsumentenschützer sind auf den Plan gerufen/ Banken sollen nur mehr nach schriftlichem Auftrag abbuchen können =


Wien (OTS) - In der heutigen Pressekonferenz gemeinsam mit
FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache zum Telefonbetrug mit Glücksspielen
erörterte der Wiener LAbg. Wolfgang Jung neue Details und weitere
Fakten zum Stand der Ermittlungen. Er ließ nicht unerwähnt, dass im
Anschluss an die diesbezügliche Pressekonferenz der FPÖ vor einem
Monat ein bedeutender Schub hinsichtlich der Erhebungen gegen die
Drahtzieher dieser Telefonabzocke erreicht werden konnte. So wurde
beispielsweise bereits unmittelbar nach dem Aufgreifen der FPÖ dieses
Themas eine erste Hausdurchsuchung durchgeführt. Allerdings, so Jung,
habe man im Gegensatz zu Deutschland, wo seit geraumer Zeit intensiv
und erfolgreich gegen derlei Betrügereien vorgegangen werde, in
Österreich sehr spät damit angefangen. Es bestehe "ein ungutes
Gefühl, wie dieser Fall in Österreich gehandhabt wird", so Jung.

Jedenfalls genüge es bei Weitem nicht, irgendwelche Subfirmen
festzunehmen, man müsse schon "der Spitze auf die Hühneraugen
treten", kritisiert Jung die Art und Weise der österreichischen
Ermittlungen. Komisch sei zudem, dass es weder von der Polizei noch
von der Justiz irgendwelche Stellungnahmen dazu gebe. Es stelle sich
die Frage, "was hier los ist, dass nicht mehr unternommen wird?". Es
gebe vermehrt Hinweise, dass es gute Kontakte zu einem Mann in der
Wiener Polizeispitze gibt, gegen den bereits intern ermittelt werde,
sagte Jung. Es könne aber nicht sein, dass man deshalb schweige, um
Unannehmlichkeiten in den eigenen Reihen zu vermeiden! Auch gute
Kontakte in die Wiener Politszene stünden im Raum.
"Es geht in erster Linie darum, ältere Menschen, die die Hauptgruppe
der Opfer darstellen, zu warnen", hielt Jung fest. Ganz besonders die
Arbeiterkammer und die Konsumentenschutzorganisationen hätten hier
einen Auftrag, tätig zu werden, was aber bis dato zu vermissen sei.
Zumal, so Jung, auch renommierte Firmen in die Telefonbetrügereien
involviert zu sein scheinen, von denen man eigentlich nicht wisse,
wie sie zu solchen Dingen kommen. Jung betonte, dass es sich bei den
Betrügereien nicht um eine Schadenssumme von ein paar Millionen Euro
handle, sondern mittlerweile eine Summe in Milliardenhöhe erreicht
sei. Und die Zahl der Opfer lasse sich allein in Österreich mit
mehreren Zehntausend beziffern. Es sei höchste Zeit, die Bevölkerung
über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aufzuklären und zu
warnen.
Auf der anderen Seite stünden bei diesem groß angelegten Betrug die
Banken, die ohne Auftrag der Opfer Abbuchungen an die Betrüger
zuließen, so Jung. Hier sei es ganz wichtig, gesetzliche Änderungen
vorzunehmen, damit Abbuchungen erst nach einer schriftlichen
Vertragsunterzeichnung - und nicht, wie es jetzt möglich ist, bereits
nach einer undeutlichen telefonischen Einwilligung - vorgenommen
werden könnten.
Rückfragehinweis:
~
   Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   presse-parlamentsklub@fpoe.at
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
   http://www.fpoe.at
~
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0127    2010-06-25/11:41
251141 Jun 10
FPK0007 0450

Ja, das wollen wir! Daher der Aufruf an alle Politiker: nehmen Sie das Heft in die Hand und beschützen Sie die Generation, die dafür gesorgt hat, dass wir heute alle ein Zuhause haben! Sehen Sie nicht länger tatenlos zu! Stehen Sie zu Ihrer Verpflichtung als gewählter Volksvertreter und helfen Sie uns dabei, dass unsere  Mütter, Väter, Großmütter und Großväter künftig keine Opfer mehr von solchen kriminellen Handlungen werden können!
Alle, die dabei wegsehen machen sich zu Mittäter!


Und wieder der Aufruf an alle Opfer und an die Angehörigen:


Senden Sie uns Ihre Beschwerden! Melden Sie sich so zahlreich als nur möglich, damit die nun schon erzielten Erfolge (neuerliche Verhaftungen, dieses Mal in Berlin) keine Einzelfälle bleiben!


die Adresse: betrugskartell@gmail.com

Sonntag, 20. Juni 2010

Opfer aus Österreich

Aufruf an Opfer aus Österreich

Uns ist bewusst, dass wir mit dem Medium Internet und seinen Möglichkeiten nur einen Teil der Opfer erreichen können.
Das liegt daran, dass das von den Tätern bevorzugte Opferklientel zum Großteil entweder gar keinen Internetzugang hat, oder aufgrund der Besonderheit des hohen Alters der Opfer, diese ohne Unterstützung nicht in der Lage sind, die Warnungen und Hinweise, aber auch die Empfehlungen und Hilfeangebote der vielen Foren und Blogs zu erkennen und anzunehmen.

Deshalb setzen wir auch auf die Unterstützung unserer Mitstreiter, wie die öffentlich rechtlichen und privaten Fernsehstationen in Deutschland und Österreich und vermehrt auch die Printmedien in beiden Ländern, sowie auf die politische Unterstützung einzelner Fraktionen und Parteien.

Dazu gibt es fortwährend - ebenfalls unterstützend - Pressekonferenzen, die dazu beitragen sollen, dass die öffentliche Wahrnehmung weiterhin sensibilisiert bleibt und sowohl die Opfer direkt, als auch deren Angehörige, Bekannte und Freunde aufmerksam gemacht werden.

Bitte denken Sie daran: Ihr Nachbar könnte ein Opfer sein, das einfach nicht weiss, wie es aus dieser Falle rauskommt!

Diese Menschen sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Fragen Sie daher bitte in Ihrem Bekanntenkreis und auch in der Verwandschaft nach. Sehr oft wird aus Scham über den vermeintlichen Fehler den man gemacht hat, geschwiegen.

Tatsache ist aber, dass die Täter genau mit diesem Verhalten rechnen und wir alle den Tätern in die Hände spielen, wenn wir nicht aktiv auf unsere Mitmenschen zugehen und Hilfe anbieten.

Dazu dieser Aufruf:

Es findet in Kürze wieder eine Pressekonferenz statt, wo einerseits der Stand der Ermittlungen erhoben werden soll, andererseits ein Aufruf an die gesetzgebende Politik erfolgen wird und zusätzlich anhand von tatsächlichen Erlebnissen den Pressevertretern vor Augen geführt werden soll und muss, dass dieses Treiben unter anderem auch nur deswegen so lange unbemerkt geschehen konnte, weil die Medien, die Verbraucherschutzverbände, die Telekomregulierungsbehörden, die Justizbehörden und die Gesetzgeber die vielen Meldungen und Hinweise unzureichend beachtet und bewertet haben.

Um dies ein für alle Mal abzustellen, suchen wir Opfer, die bereit sind im Rahmen dieser Pressekonferenz ihre Erfahrungen zu schildern.

Die Pressekonferenz wird in Wien stattfinden - im Herzen des Kartells, damit jedem klar ist, dass man nun nicht mehr wegschaut, sondern aktiv die Hand ausstreckt und hilft!

Bitte melden Sie sich zahlreich unter:


betrugskartell@gmail.com

Montag, 24. Mai 2010

verdächtige Gewinnspielprodukte

Aufgrund des großen Interesses an diesem Post, haben wir dazu eine eigene Seite online gestellt, die HIER zu finden ist.


Bitte senden Sie uns auch weiterhin Ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Jeder Bericht hilft!

Sonntag, 23. Mai 2010

Der nächste Schritt ist getan, weitere folgen

Mit Hilfe des österreichischen Rundfunks (ORF), allen voran der sehr mutigen Redakteurin Christine Grabner ist es endlich gelungen, einen Teil des Kernes des Betrugskartells aufzudecken.

Der Beitrag in zwei Teilen (Danke an Fred für das Hochladen!):
Teil 1:



und Teil 2:




Das wirklich Gute aber an der Zusammenarbeit mit dem ORF ist die Tatsache, dass die Fam. Weixler ihr Geld zurückbekommen hat.

Auch wenn kurz nach der Sendung wieder im Auftrag der LUCK24 Geld vom Konto der Weixlers eingezogen wurde.

Die Gruppe rund um Robert Marek befindet sich offenbar in großer Aufruhr, da die derzeit aktuellsten Anfragen über Google wie folgt lauten: "Stephan Kleinander Verhaftung", "Luck 24 Betrug", "Robert Marek Betrug", etc..

Wie bereits in einem der letzten Posts geschrieben, müssen wir dennoch in der Berichterstattung zurückhaltend agieren, da wir den Ermittlungen der Behörden nicht vorgreifen wollen, oder dürfen.

An die Opfer ist folgendes gerichtet:

Wenn Sie durch eine Gewinnspielfirma, oder ein sogenanntes Paymentunternehmen betrogen oder bestohlen worden sind, schreiben Sie uns. Teilen Sie uns in Ihrem Schreiben bitte den Namen des Gewinnspieles, oder des einziehenden Unternehmens und Ihren Namen, sowie eine Kontaktadresse, bzw. eine Kontakttelefonnumer mit, unter der wir Sie tagsüber erreichen können.
Wir begleiten Sie auf dem Weg durch die Behörden und helfen Ihnen, wieder zu Ihrem Geld zu kommen.
Das gilt für alle Opfer aus Österreich UND Deutschland.
Wir besitzen in beiden Ländern hervorragende Kontakte zu den Behörden.
Jedes einzelne Schreiben hilft dabei, den Verbrechern das Handwerk zu legen !

Ihr Schreiben an: betrugskartell@gmail.com

Fortsetzung folgt ..

Mittwoch, 24. März 2010

Der Anfang vom Ende

ACHTUNG: Wie im Sat1 Forum gepostet wird, meldet das Virenschutzprogramm AVIRA, dass auf dieser Seite ein Skriptvirus enthalten ist! Vielleicht liegt das an dem Skript für die google-Analytics. Jedenfalls empfehlen wir sicherheitshalber, entweder diese Seite mit Firefox im Private-Modus zu besuchen, oder im Internet Explorer, oder anderen Browsern die Skripte abzuschalten!



Hallo liebe Blogleser und willkommen zu einer längst fällig gewordenen Veröffentlichung und Ergänzung zum Wiener Karussell. Heute beginnen wir damit, Nägel mit Köpfen zu machen und läuten den Anfang vom Ende des schweren gewerbsmässigen Betruges der Wiener Bande ein.

Ihnen sind sicherlich die vielen Foren und Blogs bekannt, die sich mit sogenannten "Nutzlosseiten", Internetabzocke und Telefonspam beschäftigen.

Es sind sehr viele nützliche dabei, die sich darauf spezialisiert haben, den Verbrauchern und Opfern Hilfestellung zu geben. Wir können das nicht, denn dafür sind wir nicht ausgebildet und scheitern schon bei dem Versuch daran, wie uns die Vergangenheit gelehrt hat.

Wir sehen unsere Aufgabe daher vielmehr darin, die Hintermänner bloß zu stellen, sie an das Licht der Öffentlichkeit zu zerren und Ihnen so den Schutz der Anonymität zu nehmen.

Wir werden die Struktur erklären, die Hintermänner benennen, die Firmen, die darin verwickelt sind und deren Geschäftsführer. Wir werden Adressen, Telefonnummern und Fotos veröffentlichen. Und wir werden die Geldflüsse aufzeigen.

In der Hoffnung, das sich genug Geschädigte melden, um die Behörden in Wien endlich aktiv werden zu lassen, ohne auf politische Weisungen acht geben zu müssen.

Denn auch das ist ein Thema: in Wien werden die Hauptakteure durch politische Einflussnahme vor einer ordentlichen Verfolgung geschützt! Auch das können und werden wir vollständig und ohne Zensur veröffentlichen.

Um den Blog etwas populärer zu machen (je mehr Leser desto breiter die Front gegen das Kartell), werden wir am 27.03.2010 die erste einer Reihe von Veröffentlichungen machen.
Das Thema wird die Struktur des Netzwerkes sein. Von Las Vegas über Südamerika, Südafrika, über Deutschland und die Zentrale in Wien Rotenturmstrasse 13, bis nach Rumänien, wo die Gelder gewaschen werden.

Möchten Sie uns dazu etwas schreiben? Hier die Mailadresse: betrugskartell@gmail.com

Anmerkung: Diese Seite kann ruhig von DDOS Atacken lahmgelegt werden. Damit rechnen wir und es gibt noch viele weitere Seiten, die ohne Zeitverlust online gehen.

GA

Beitragende